Poufs
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Donnerstagabend, Strickrunde im Wohnzimmer: sechs Leute, vier Stühle, drei Körbe voller Wolle. Wer zu spät kommt, sitzt auf der Sofalehne – oder auf einem Pouf. Rund, weich bezogen und ohne Lehne, rückt er dorthin, wo gerade Platz gebraucht wird. Bei vielen Modellen steckt unter dem abnehmbaren Deckel ein Fach, in dem das angefangene Strickzeug bis zur nächsten Woche verschwindet.
Bei Kadima Design findest Du Poufs mit Bezügen aus Wolle, Baumwolle, Mischgewebe, Polyester und Teddystoff, jeder in Handarbeit gefertigt und fertig montiert geliefert. Weil der Bezug bei einem Pouf das ganze Möbel ausmacht, geht es auf dieser Seite vor allem um Faser, Struktur und Pflege – und um das Fach unter dem Deckel.
Das Wort „Pouf“ kommt aus dem Französischen und steht für einen runden Polstersitz ohne Lehne, der rundum mit Stoff bezogen ist. Ein sichtbares Gestell aus Holz oder Metall gibt es nicht: Der Korpus steht direkt auf dem Boden, auf bezogenen Säulenfüßen oder auf einem runden Mittelfuß. Damit bestimmt der Bezug Optik, Griff und Pflege des ganzen Möbels.
Die Poufs dieser Auswahl sind bis 120 kg belastbar und taugen als Sitzplatz für Erwachsene. Hocker mit Holz- oder Metallgestell, Barhocker und Arbeitshocker zeigt die Übersicht Hocker; für den Eingangsbereich gibt es eigene Flurhocker.
Wolle, rein oder gemischt mit Baumwolle oder Polyester, fühlt sich warm an und nimmt Schmutz nur zögerlich an. Auf Reibung und Wärme reagiert sie empfindlich; ein Wollpouf gehört deshalb nicht direkt neben den Heizkörper.
Baumwolle hat eine glattere Oberfläche. Eingewebte Querstreifen in Beige und Dunkelblau laufen rund um den Korpus und über die Sitzfläche.
Polyester trägt kräftige Farben gut, etwa ein Kelim-Motiv in Rot, Blau und Beige, und wirkt in Creme mit Faltenoptik ruhig.
Teddystoff, aus Polyester oder mit Wollanteil, hat einen dichten Flor, der unter der Hand nachgibt und zurückfedert. Starke Hitze, etwa vom Föhn, lässt Polyesterfasern verkleben.
Einen Pouf sieht man von allen Seiten, deshalb trägt die Struktur des Bezugs den ganzen Eindruck. Schlingen stehen als dichte Bänder vor, Noppen verteilen kleine Knötchen über die Fläche, Zöpfe und Strickstreifen bilden ein kräftiges Relief. Rautennetze und eingewebte Streifen gliedern den Korpus waagerecht. Bei Teddystoff liegt die Struktur im Flor, etwa als eingearbeitetes Wellenrelief; bei einem Modell entsteht die Form aus übereinanderliegenden Polsterringen.
Bei mehreren gemusterten Modellen ist der Deckel ruhiger gehalten, glatt gewebt oder fein strukturiert. Da jeder Pouf von Hand gefertigt wird, verlaufen Bänder, Rauten und Flor bei jedem Stück etwas anders.
Bei den Poufs mit Stauraum hebst Du die gepolsterte Sitzfläche ab. Darunter öffnet sich ein runder Innenraum mit etwa 37 cm Durchmesser und 38 cm Höhe, das sind gut 40 Liter. Der Deckel liegt ohne Scharnier oder Verschluss auf und schließt bündig mit dem Korpus ab.
Für die Strickrunde heißt das: Knäuel, Nadeln und das Projekt der Woche haben einen festen Ort, ebenso eine zusammengelegte Wolldecke oder ein Stapel Zeitschriften. Was länger darin liegt, bleibt frisch, wenn Du den Deckel ab und zu abnimmst und das Fach lüftest. Wer mehr Stauraum braucht, findet ihn bei Sitzbänken mit Fächern.
Mit 40 cm Durchmesser und 45 cm Höhe sitzt Du etwa auf der Höhe eines Esszimmerstuhls. Ein flacheres Format mit 50 cm Durchmesser und 40 cm Höhe bietet mehr Fläche; man sitzt darauf tiefer, ähnlich wie in einem Loungesessel. Für Gäste, die einen ganzen Abend bleiben, ist die höhere Variante bequemer; als Fußablage richtet sich die Wahl nach den Möbeln daneben.
Erstens: Das Fach nach dem Außenmaß planen. Außen misst der Pouf 40 cm, innen bleiben etwa 37 cm Durchmesser bei 38 cm Tiefe. Ein Sofakissen im Format 40 × 40 cm passt deshalb nur gefaltet hinein, eine Decke dagegen problemlos.
Zweitens: Die Höhe nicht am eigenen Möbel messen. Zwischen den Formaten liegen 5 cm, zwischen verschiedenen Sesseln können es 15 cm und mehr sein. Miss die Sitzhöhe Deines Sofas oder Sessels: Als Fußablage sollte der Pouf etwa gleich hoch oder etwas niedriger sein.
Drittens: Den Durchmesser unterschätzen. Von 40 auf 50 cm Durchmesser wächst die Grundfläche von rund 1 260 auf rund 1 960 cm², also auf gut das Anderthalbfache. Zwischen Sessel und Couchtisch wird der Durchgang dann schnell knapp.
Viertens: Faserknötchen für einen Schaden halten. Bezüge aus 100 % Wolle oder mit 80 % Wollanteil können an Stellen mit Reibung kleine Knötchen bilden. Bei Wolle ist das normal, ein Fusselrasierer nimmt sie ab.
Fünftens: Teddystoff mit der Bürstwalze absaugen. Eine rotierende Walze zieht Fasern aus dem Flor. Besser geht es mit der Polsterdüse ohne Bürstwalze; danach richtest Du den Flor mit einer weichen Kleiderbürste wieder auf.
Poufs reisen per Paketdienst in einem handlichen Paket – ein Karton, den eine Person allein in die Wohnung trägt.
Wer Decken oder Spiele verstauen will, wählt ein Modell mit Stauraum. Wer Wärme und Relief mag, greift zu Wolle mit Schlingen, Noppen oder Zöpfen; wer es glatter mag, zu Baumwolle mit Streifen; wer es besonders weich will, zu Teddystoff. Wer mehr Fläche für die Füße sucht, nimmt das flachere Format mit 50 cm Durchmesser.
Daheim fühlt man sich, wenn jeder einen Platz findet – auch wer zu spät zur Strickrunde kommt. Passend zum Pouf findest Du Sessel, Teppiche und das gesamte Sortiment für das Wohnzimmer.
Regelmäßig absaugen, am besten mit der Polsterdüse auf niedriger Stufe. Frische Flecken tupfst Du mit kaltem Wasser und einem sauberen Tuch ab und reibst nicht, weil Wolle sonst verfilzt. Für die Reinigung eignen sich Wollwaschmittel oder Trockenschaum; Bleichmittel und scharfe Haushaltsreiniger schaden dem Gewebe. Durchnässen solltest Du den Bezug nicht.
In der Regel nicht: Der Bezug ist fest auf den Korpus gepolstert, abnehmbar ist bei Stauraum-Modellen nur die Sitzfläche. Gereinigt wird deshalb direkt am Pouf. Was für Dein Modell gilt, steht in den Pflegehinweisen auf der Produktseite.
Nein, die Poufs sind für Innenräume gedacht. Feuchtigkeit zieht in Polsterung und Gewebe und begünstigt Stockflecken, direkte Sonne bleicht Farben und Muster aus. Ideal ist ein trockener, schattiger Platz, auch drinnen nicht direkt hinter einem Südfenster.
An der Unterseite sitzen Anti-Rutsch-Noppen. Sie halten den Pouf beim Hinsetzen an seinem Platz und schützen Parkett, Dielen und Fliesen vor Kratzern. Auf einem Teppich steht er ohnehin ruhig.
Zwei oder drei Poufs wirken als Gruppe lebendiger als ein einzelner. Bewährt hat sich ein Wechsel von Muster und Ruhe: ein gestreifter oder gemusterter Pouf neben einem einfarbigen in Creme oder Beige. Bleib dabei in einer Farbfamilie, dann gehört die Gruppe zusammen, auch wenn die Fasern verschieden sind.
Faustregel: Muster nicht doppeln. Auf einem gemusterten oder kräftig farbigen Teppich wirkt ein einfarbiger Pouf mit fühlbarer Oberfläche am ruhigsten, etwa mit Noppen, Schlingen oder Teddystoff. Auf einem schlichten Teppich darf der Pouf das Muster übernehmen, mit Streifen, Rauten oder einem Kelim-Motiv.